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Johannespassion am 5.3.2005"Ruht wohl, ihr heiligen Gebeine"GA vom 8.3.2005 Chormusik zur Passionszeit von Johann Sebastian BachVon Barbara Kaempfert-Weitbrecht Bonn. Die zweite Aufführung in Bonn der Johannespassion in der diesjährigen Passionszeit fand in der Kreuzkirche am Kaiserplatz statt und war rundum von beeindruckender Qualität und starker Aussagekraft. Kantorin Karin Freist-Wissing, hoch engagiert und fordernd wie stets, konnte sich dabei voll und ganz auf den bekanntermaßen vorzüglichen Kammerchor der Kreuzkirche "Vox bona" und auf die renommierte Johann Christian Bach-Akademie mit ihrer historisch stilgerechten Spiel-, Klang- und Artikulationsweise verlassen. Beide Ensembles wurden allen Stimmungen und Charakteristika der einzelnen Stationen der Passion mit scharfer Prägnanz gerecht. So kamen die ausladenden Rahmenchöre, das großartige "Herr, unser Herrscher" und das wunderbare "Ruht wohl, ihr heiligen Gebeine" eindringlich heraus. Auch die Solisten-Riege der Aufführung hatte hohes stimmliches und interpretatorisches Niveau. Marcus Ullmann war ein ausdrucksreicher Evangelist und Arien-Sänger, Eric Sohn ein hoheitsbewusster Christus und Thomas Laske ein nachdenklicher Pilatus und kraftvoll-klarer Arien-Gestalter. Große Stimmschönheit ist auch dem lichten Sopran von Christiane Rost und dem edlen Alt von Ingeborg Danz zu bescheinigen. Stilistisch einwandfrei, sauber formuliert und sozusagen korrekt hat sie diese Kritik geschrieben: Aber: Frau Kaempfert-Weitbrecht, war das alles? Man hätte ja auch den verpatzten Oboenton zu Beginn des Eingangschores aufspießen können. Oder man hätte einfach schreiben können, dass es eine der besten Aufführungen der Johannespassion in Bonn war. Oder wäre das schon zu viel an Emotion gewesen? Kulturmarathon am 31.01.2005Der Generalanzeiger berichtete über den Kulturmarathon. Eigentlich ist es nur ein Bericht darüber, was stattgefunden hat, mitnichten also eine kritische Stellungnahme. Sodass dies hier dann eigentlich auch mitnichten zu einer Konzertkritik-Kritik werden kann. Und dennoch ist es ärgerlich: Gregor Semmelmann hatte in dem Interview ausdrücklich darum gebeten, dass sein Name nicht in dem Artikel vorkommt. Offenbar passt das aber nicht in das Weltbild eines "Journalisten". Noch beunruhigender für den Musikausübenden an der Kreuzkirche: bei GA-online steht beispielhaft als Bild das Blasorchester des Kardinal-Frings-Gymnasiums für alle Teilnehmenden. Nix gegen Blasmusik, aber: da gab es doch noch ein paar andere Darsteller, die deutlich anspruchsvolleres schöner dargeboten haben. Das hat offenbar auch der Generalanzeiger gemerkt und in der Printausgabe ein Bild von Detlef Prössdorf als Kabarettist gewählt. Nachfolgend der Wortlaut, falls der Inhalt im Web in irgendeiner Datenbank versinkt...:
Chöre, Solisten und Kabarettisten treten zu Gunsten der Flutopfer in der Bonner Kreuzkirche auf - Es kommen insgesamt über 5 000 Euro zusammen Bonn. (wlz) Als Gregor Semmelmann die schrecklichen Bilder von der Flutkatastrophe in Asien im Fernsehen sah, wollte er den Opfern unbedingt helfen. Doch nicht nur durch Spenden. "Man muss das einbringen, was man kann", so Semmelmann, "und bei mir und meiner Frau ist das vor allem Singen." Am Kulturmarathon in der Kreuzkirche zugunsten der Flutopfer in Cuddalore beteiligte sich unter anderem das Bläserorchester des Kardinal-Frings-Gymnasiums. Foto: Frommann Schnell konnte Semmelmann die anderen Mitglieder des Kammerchors der Kreuzkirche, Vox Bona, von seiner Idee eines "Kulturmarathons" überzeugen. Auch beim Presbyterium und dem Pfarrer der Kreuzkirche, Rüdiger Petrat, rannte Semmelmann offene Türen ein. Gemeinsam aktivierten die Sänger all ihre Kontakte und stellten so innerhalb von drei Wochen ein Programm auf die Beine, das einen guten Querschnitt der Bonner Kulturszene zeigt. Davon konnten sich am Sonntag von nachmittags bis in den späten Abend hinein die zahlreichen Besucher in der Kreuzkirche überzeugen. In der Krypta gab es "Soulcomedy" und Kabarett zu sehen, die Jugend wurde repräsentiert vom Bläserorchester des Kardinal-Frings-Gymnasiums und dem Bonner Jugendsymphonieorchester. Die Kantorei und das Orchester der Kreuzkirche wurden unterstützt vom Tenor Max Ciolek und der Sopranistin Dorothea Craxton. Als Solisten waren unter anderem Sängerin Roswitha Scheer und Saxophonist Peter Materna zu hören. Außerdem berichteten Hilfsorganisationen wie die Stiftung Notfallseelsorge oder terre des hommes über ihre Arbeit für die Flutopfer. Der Ortsverband Bonn des technischen Hilfswerks sorgte für gemütliche Wärme im ehemaligen Luftschutzkeller, der in ein Bistro verwandelt wurde, in dem sich die Besucher mit Speisen des Restaurants "CassiusGarten" stärken konnten. Alle Einnahmen aus dem Verkauf fließen direkt der Aktion "Bonn hilft Cuddalore" der Welthungerhilfe zu. Eine "stille Versteigerung" von Bildern, die Bonner Galerien gespendet hatten, sowie die Eintrittsgelder in Höhe von zehn, ermäßigt fünf Euro pro Person, summierten sich am Ende auf rund 5 500 Euro. (31.01.2005) Bonner Jazzchor s(w)ingt in der TrinitatiskircheKonzertkritik im Bonner Generalanzeiger vom 18.1.2004
Die Kritik kann man kaum kritisieren, weil sie korrekt ist. Man kann mäkeln, dass Sabsylma nicht das einzige Novum war. Und dass da wirklich Bee Gee-Kram (Elmar Hörig nannte ihre Musik mal eine "hodenlose Frechheit") bei war, ist leider eine traurige Wahrheit, wäre aber lieber totgeschwiegen worden; da ist aber nicht die Kritik dran schuld. Belsazar (Händel) in der Oper Bonn am 8.1.2005 Original-Kritik aus Generalanzeiger online vom 26.12.2004 Die Wiederaufnahme von Dietrich Hilsdorfs
Das war eigentlich nicht zu erkennen - der Mantel, den Cyrus die ganze Zeit schwenkt, soll ein Symbol der Macht sein? Eher sollte man meinen, der Mantel ist Cyrus lästig, weshalb er ihn immer wieder versucht abzulegen.
Auch das sah auf der Bühne eher so aus, als ob die Perser den Juden die Waffen in die Hand drücken und diese gar nicht recht begreifen, was mit ihnen geschieht.
Das mit dem Kopfschuss mag so sein: Varzil hat die Inszenierung jetzt dreimal gesehen, und jedes Mal verpasst, wie Belsazar eigentlich zu Tode kommt. So richtig wichtig scheint die Todesart der Regie nicht zu sein. Nach dem Sturm auf Babylon wird auf einmal wird die Bühne hell und Belsazar ist tot.
Uneingeschränkt wahr: was der Chor zu leisten hat und leistet, ist beispielhaft und gut.
In der Aufführung am 8.1.05 war Belsazar einfach dünn. Frau Palmadottir sang eine durchaus gute, wenn auch immer wieder mal scharfe Königin-Mutter und die Erkältung, die Frau Blattert am 25.12. offenbar geplagt hatte, war vorbei: ihr Cyrus ist einfach schön.
-------------------------------------------------------------------------------- Weihnachtsoratorium 2004 Generalanzeiger vom 20.12.2004Bachs Weihnachtsoratorium in der Kreuzkircheund St. Remigius, Opernmelodien für Bläseroktett im Bonner Kammermusiksaal und Jazziges mit dem Peter Materna Quartet in der Beueler Brotfabrik Von Barabara Kaempfert Weitbrecht, Gunild Lohmann, Mathias Nofze und Tobias Blum Bonn. Zum ersten Mal in der traditionsreichen Geschichte der Weihnachtsoratorium-Aufführungen (seit 1953) in der Kreuzkirche am Kaiserplatz waren nun am selben Tag (nachmittags und abends) alle sechs Kantaten des beliebten Werke zu hören. Adventlicher Kraftakt: Karin Freist-Wissing dirigierte in der Kreuzkirche alle sechs Kantaten des Weihnachtsoratoriums. Foto: Müller Obschon von Bach so nicht gedacht, war dieses Großunternehmen dann höchst eindrucksvoll, von durchgängiger starker Ausdrucksintensität erfüllt und ohne jeden Spannungsabfall im Chorischen (Orchester der Kreuzkirche eingeschlossen) wie auch bei den Gesangssolisten, koordiniert durch die sorgsam mitgehenden Direktiven Karin Freist-Wissings. Sie wählte sehr oft recht zügige Tempi für die großen, festlich repräsentativen Eingangschöre und für die meisten der Arien. Bemerkenswerterweise konnten die Kantorei - kräftig und voll im Volumen im Tutti und sicher in den fugierten Passagen und Koloraturenketten - und das klangintensiv aufspielende Orchester gut mithalten. Das galt auch für die durchweg stimmschönen und ausdrucksbewusst artikulierenden Solisten. Thomas Klose als Evangelist war mit seinem klaren Tenor und dezidierter Diktion ein Glücksfall für die Aufführung, und auch seine koloraturenreichen Arien wie "Nun mögt ihr stolzen Feinde schrecken" hinterließen vorzüglichen Eindruck. Recht imponierend auch der o kraftvolle Bass von Wolfgang Newerla, vor allem natürlich bei der von Peter Scheerer auf der hohen Trompete strahlend umspielten Arie "Großer Herr und starker König". Einen glockenhellen und bestechend reinen Sopran wusste Judith Hoff ins Feld zu führen. Die Altistin Elisabeth Popien schließlich ging ihre Arien der Teile 1-3 mit sehr schlankem, fast instrumental geführtem Organ und verhaltenem Espressivo an. Sehr schön gerieten auch alle arienbegleitenden Soli, die einfühlsam-differenziert gespielte Solo-Geige von Peter Stein, die bukolischen Holzbläser-Partien von Flöte (Susanne Knobloch-Ulrich), Oboen (Volker Kriegsmann, Jörg Spennemann und Brigitta Kragh) sowie Fagott (Thomas Dreiseidler) nebst den Rezitativ-Begleitungen von Violoncello (Boris Kuckert) und Orgel-Positiv (Stefan Horz). Die drei ersten, besonderen vertrauten und beliebten Kantaten, aber dann auch der zweite Komplex lösten nahezu ovationalen Beifall aus. eine passable Kritik: Den Sopran allerdings hab ich eher schlapp in Erinnerung. Und geklappert hat es zwischen den einzelnen Stimmgruppen gerade bei den großen Chören, so dass ich häufiger den Atem anhielt, ob das denn auch gut gehen werde. Einfach Atemberaubend hingegen war wirklich die Solo-Trompete und Thomas Kloses Tenor-Arien. -------------------------------------------------------------------------------- Weihnachtskonzert der Deutschen Welle am 11.12.2004mit einer Kritik der Kritik: "Federleicht und mit großer Spannkraft" [Anmerkung: Diese Überschrift ist ja wirklich gelungen, stammt vermutlich also vom Redakteur vom Dienst] Deutsche Welle "Weihnachtskonzert mit Vox Bona" Bonner Generalanzeiger vom 13.12.2004 von Guido Krawinkel
[wieso eigentlich "soll", so ist es doch auch, oder?]
[Huhu an die Verfasserin der Programmhefte von vox bona: Anja, merkst Du was? Da hat er Deine Texte vermisst! Du hast einen weiteren Fan.]
[wo er Recht hat, hat er Recht! Nur: welcher ausgenüchterte Konzertkritiker beginnt seine Rezension der Musik beim Programmheft? Aber genießen wir den Katzenjammer weiter:]
["zweifelsohne" ist so ein typisches Wort, vor allem tauglich, wenn man eigentlich an allem zweifelt, wie z.B. nach einer erfolgreichen Alkoholvernichtungskampagne!]
[diese schöne Sentenz hätte es verdient, in einem Hauptsatz die tragende Rolle zu spielen; statt dessen versteckt der Krähwinkel dies in einer recht verwinkelten Satzkonstruktion in so einer Art Nebensatz in zweiter Unterebene - auch so ein Indiz für Katerlaune: Komplimente kommen unter den Tisch!]
[o la la! "diesbezüglich" - Herr G. aus B. kommt aus der Bonnzen-Stadt - ganz vorzüglich, dieses "diesbezüglich"!]
[Lest Ihr das auch so? "Fehlanzeige" - da geht der Amtschimmel endgültig auf die Weide zu den Jungstuten.]
[Mein lieber Herr Krähwinkel! Bach und Händel sind also "Repertoire-Einerlei"! Ist Ihnen da der Glühwein wieder hochgekommen? Brauchten Sie da einen 'Muntermacher'? Sie haben mein volles Mitleid; wir haben da etwas für Sie: kommen Sie doch nächstes Jahr in unsere allseits schon mit unerträglicher Spannung erwartete lange Arnold-Mendelssohn-Nacht! Aber wehe, Sie machen dann auch nur die Spur einer Andeutung von wegen "zu Recht vergessen"!]
[O weh, das klingt ja schon wieder nach Kopfschmerzen, Übelkeit und Durchfall! Haben sich doch da "Instrumentalisten" den Hör-Nerven des äthanol-Opfers aufgedrängt - andere würden vielleicht von "Künstern" oder "Interpreten" reden, aber nun ja: der viele Glühwein, der volle Samstag, der Weihnachtsstress ... und jetzt schon wieder, diese Migräne, das letzte Bierchen war auch nicht mehr gut. Die Welt ist einfach gemein und schlecht und voller Instrumentalisten, die auch noch intensiv Musik machen, wo man eigentlich nur noch sich die Decke über den Kopf ziehen und auf einen neuen Tag hoffen will. Wie hart das Leben doch sein kann.]
[Das hat sie wirklich; nur beschreibt eine Aussage wie "lohnende Angelegenheit" eigentlich das, was sie gesungen hat? Ist nicht eher das DVD-Recorder-Angebot beim Promarkt eine ebensolche lohnende Angelegenheit? Hallo H. Krahwinkel, noch wach? Sie wollten doch das Konzert und nicht Ihren Weihnachtseinkauf bekritikastern! ... aber weiter im Text:]
[Da hat er schon wieder Recht. Aber woher weiß er was von der Vorbereitung - eigentlich war das a-capella-Weihnachts-Konzert mit Distler und Co ja viel besser vorbereitet? Und vor allem: wie war denn die Aufführung selbst? Ach ja? Erst mal weiterlesen?]
[Auch da hat er ja schon wieder Recht, das steht sogar schon so auf unserer Homepage!] ,
[Ob die Johann Christian Bach-Akademie auch eine Homepage hat? Oder hat der diensthabende Kritiker hier tatsächlich selbst Kreativität investiert, wie ein simpler Versuch bei Google nahelegt? Glückwunsch, da hat der Kater Sie mal einen Moment zu sich kommen lassen...] .
[O weh, ein schwerer Rückschlag. Herr Krahwinkel! So geht das aber nicht, selbst in schlimmer Katerstimmung sollte man sich nicht so an der Grammatik vergreifen. Aussage und Satzkonstruktion sind verkorkst, das geht nur schief: "Die Autos A B und C konnten bis auf das Auto D überzeugend rückwärts fahren" - das konnten Sie doch schon in der Grundschule besser. Was meinen Sie? Ach, da war nicht nur der Glühwein und das Bier? Es gab da auch noch die zwei oder drei Aquavits oder so, und das hat Ihnen dann "die Schuhe" ausgezogen? Verständlich, verständlich - meinen Respekt. Und dass Sie die wunderschönen Altus-Rezitative und -Arien verschlafen haben, nun ja - wer kann Ihnen das verdenken, nach allem, was Sie durchgemacht haben. Man kann ja wirklich nicht immer hinhören. Und womöglich hätte man dann sogar den Satz vom "Repertoire-Einerlei" noch mal umschreiben müssen, weil da jemand mit der Musik gemacht hat, was nicht alltäglich ist: er hat die Musik doch tatsächlich auf seine ganz eigene Art zum Leben erweckt. Schade, dass Sie da geschlafen haben, sonst hätte er womöglich sogar Sie überzeugt!] |